Zitrusfrüchte und warum Erdbeeren keine Beeren sind

Zitronen sind, wie sich bereits durch den Namen vermuten lässt, Zitrusfrüchte und werden zur Familie der Rautengewächse gezählt. Die weit über 1.600 verschiedenen Zitrusfruchtarten wachsen in den tropischen und subtropischen Gebieten, sowie in Ländern am Mittelmeer.

Zu den bekanntesten Sorten der Zitrusfrüchte gehören wohl die Zitronen und Limetten. Die innere Schicht einer Zitrusfrucht bildet das essbare Fruchtfleisch und die äußere Schalenschicht enthält die artenspezifischen Öle. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass sich die Frucht schwer anfühlt, denn dann ist sie besonders saftreich. Durch ihre aromatische Säure eignt sie sich besonders gut für Suppen, pikante Schmorgerichte, Salate, aber auch durch ihr Aussehen als farbenfrohe Garnitur.

Die Zitrusfrüchte werden in vier Gruppen unterteilt: Grapefruits, Mandarinen, Orangen und Zitronen.

Grapefruits (Traubenfrucht)

Die Grapefruit ist eine Kreuzung aus der Orange und der asiatischen Pampelmuse, die an der gelben dünnen Schale und dem herben Geschmack zu erkennen ist. Die Schale der Grapefruit weist einen rosa Schimmer in ihrer ansonsten gelblichen Färbung auf. Anders wie die Orange schmeckt sie säuerlich, bitter und wenig süß. Ihren Namen, der übersetzt Traubenfrucht bedeutet, bekam sie aufgrund ihrer Wuchsweise. Ähnlich wie Trauben wachsen die Früchte der Grapefruit eng beieinander. Zu den wichtigsten Grapefruit-Sorten gehören die weißfleischige Marsh Grapefruit, die rosafarbenen Sorten Ruby Red und Star Red, wie auch die birnenförmige Pomelo, die an ihrer gelbgrünlichen Färbung und der Größe einzuordnen ist.

Mandarinen

Eine leckere Mandarine
Mandarine

Sie sind durch ihren süßlichen Geschmack und die leicht lösliche Schale eine sehr beliebte Zwischenmahlzeit. Zu den bekanntesten Mandarinen-Arten gehören die säuerliche Satsuma und die Clementine, die durch ihren hohen Fruchtzuckeranteil sehr süß schmeckt.

Orangen

Neben den über 400 Orangenarten haben sich nur 15 Sorten kommerziell durchgesetzt. Der Handel unterscheidet diese anhand ihrer Fruchtfleischfarbe in Blondorange, Halbblut- und Blutorange.
Die Navels ist eine kernlose und saftige Blondorange, deren Schale leicht lösbar ist. Halbblutorangen können an ihrer unregelmäßigen gelbroten Färbung von Schale und Fruchtfleisch erkannt werden. Zu Blutorangen werden hingegen nur Früchte gezählt, die eine regelmäßig rote Färbung von Schale und Fruchtfleisch aufweisen, wie z. B. die bitter schmeckende Domeranze.

Zitronen

Die Zitrone ist eine Zitrusfrucht
Zitronen

Sie sind durch ihren hohen Säureanteil nicht so einfach essbar wie anderes Obst.  Da zieht es einem alles zusammen, sagt man im Volksmund. Wegen ihres Vitamin C-reichen Safts, ist die Zitrone ein altbewährtes Hausmittel gegen eine Erkältung, aber auch in Speisen sowie Getränken findet man sie auf. Auch die Schale (von unbehandelten Zitronen) wird gerne als Gewürz oder als Backaroma verwendet.

Wichtige Sorten sind  „Primofiori“, „Verna“,“Interdonato“,“Feminello“ und „Lisbon“. Die saftreiche Primofiori kann durch ihre Wölbung am Fruchtende von der größeren und saftärmeren Verna unterschieden werden. Die grüne, fast kernlose, Limette findet man vor allem als Fruchtbestandteil in Cocktails, wie Mojito oder Caipirinha.

Die Erdbeere ist keine Beere

Bananen, Zitronen (im Allgemeinen Zitrusfrüchte), Avocados, sowie Nachtschattengewächse (Paprika, Tomaten, Auberginen…) werden in der Botanik als Beeren bezeichnet, da bei ihnen die Schließfrucht aus einem einzigen Fruchtknoten entsteht und die Fruchtwand auch bei der reifen Frucht noch saftig bzw. fleischig ist.

Im Volksmund wird hingegen eine kleine, süße Frucht als Beere bzw. Beerenobst bezeichnet. Botanisch gesehen ist eine Erdbeere aber keine Beere, sondern eine Sammelnussfrucht. Einige Gattungen der Rosengewächse bilden sogenannte Sammelnussfrüchte aus, die Scheinfrucht enthält die eigentlichen Früchte (Nüsse). Im Fall der Erdbeere sitzen die Nüsschen auf dem hochgewölbten fleischigen Blütenboden.

Bedecktsamer und andere Aber auch andere vermeintliche Beeren werden botanisch in andere Gruppen unterteilt. Die Himbeere, wie auch die Brombeere, sind Sammelsteinfrüchte, die Holunderbeere ist lediglich eine Steinfrucht. Vogelbeeren können zu den Apfelfrüchten gezählt werden und Wachholderbeeren werden in die Gattung der Zapfen eingeordnet.

Somit sind Bananen und Zitronen, Beeren und Erdbeeren keine Beeren, wie sich durch den Namen vermuten lässt, sondern Sammelnussfrüchte.

Nochmal kurz und knapp: Zitrusfrüchte gehören zur Familie der Rautengewächse. Diese zur Ordnung der Seifenbaumartigen und diese wiederum zur Klasse der Bedecksamer.

Zitrusfrucht oder nicht, die Erdbeere
Eine Erdbeere

Lass dich aber nicht verwirren, wir schreiben in unseren Texten auf liebenswertes.saarland „wie uns de Schnawell gewach is“ und halten uns da an den Volksmund. Wir schreiben von leckerer Beerenmarmelade, auch wenn niemand auf die Idee käme, die Zitrone zu den Beeren zu zählen und von feiner Beerenkonfitüre, auch wenn die Erdbeere eigentlich keine Beere ist. Für die Herkunft des Begriffs gibt es mehrere mögliche Erklärungen. Einmal die rote Farbe zb. altengl. basu „purpur“ oder  andererseits kommt es von der indg. Wurzel  *oghw–, „Bissen, Essen“. Zitronen sind allerdings nicht rot 😉

Falls du nun ganz durcheinander bist, empfehlen wir Dir die Entspannung in der Natur und dazu ein leckeres Marmeladenbrot, oder Süßschmeer, wie man im Saarland sagt.
Lass dir die Beeren schmecken 🙂
(Die passende Beerenmarmelade bekommst du dazu in unserem online Shop aus dem Saarland)