Leinöl und Leindotteröl, gibt es da überhaupt einen Unterschied?

Auch wenn die Namen der beiden Öle sich sehr ähneln, unterscheiden sie sich doch in einigen Merkmalen. Leindotter (Camelina sativa) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse wie z. B. Raps. Die einjährige, krautige Leindotterpflanze ist bereits seit der Bronze- und Eisenzeit bekannt,

da sie im Gegensatz zu anderen Ölpflanzen auch unter schlechten Bedingungen wachsen kann. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie vermehrt angebaut.

Aus dieser Pflanze erzeugt man Leindotteröl

Die Leindotterpflanze ist an ihren gelben birnenförmigen Blüten zu erkennen. Die Größe der goldgelbrötlich braunen Samen variieren je nach Unterart in ihrer Größe. Das aus den Samenkörnern gewonnene Öl wurde z. B. als Lampenöl oder zur Produktion von Seife, Farbe und Lacken eingesetzt. Heute zeigt vor allem die Biobrennstoffindustrie Interesse an Leindotteröl, da es das zum Antrieb von Flugzeugen verwandte Kerosin zum Teil ersetzen kann. Die bis zu 80 cm hohen Stängel der Leindotterpflanze wurden zur Fertigung von Besen oder zum Eindecken von Strohdächern verwandt.

Aus Flachs wird Leinöl

Leindotter Samen beim Leindotterforum in Saarbrücken
So sehen Leindotter Samen aus

Der Gemeine Lein (Linum usitatissimum), der auch Flachs genannt wird, gehört zur Familie der Leingewächse. Ein herausragendes Erkennungsmerkmal dieses ölhaltigen Gewächses sind die weißen fünfblättrigen Blüten. Er wird als Faserlein (Fasergewinnung) und Öllein (Ölgewinnung) angebaut.

Die einjährige Pflanze kann selbst bei schlechten Witterungsbedingungen eine Wuchshöhe von 20-100cm erreichen. Das liegt mitunter daran, dass Lein nur selten von Insekten und Krankheiten befallen wird. Aus den Leinsamen dieser Pflanze erzeugt man Leinöl oder Leinsamenöl. Leinöl hat eine der höchsten Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren aller bekannten Pflanzenöle.

Bliesgau-Ölmühle im Saarland

Leindotter Pflanze beim Leindotterforum im Saarland 2018
Die Leindotter

Die einst in Vergessenheit geratenen Ölsorten sind heute wieder auf dem Vormarsch. Bereits seit 2007 stellt die Bliesgau-Ölmühle im Saarland diese alten, und aufgrund ihres hohen Anteils an Alpha-Linolensäuren förderlichen, Ölsorten in hoher Qualiät, regional her. Leinöl soll unter anderem Allergien vorbeugen oder deren Symptome lindern. Eine Studie zeigt, dass bereits ein Teelöffel Lein- oder auch Leindotteröl innerhalb einer Stunde eine verminderte Produktion von Cholesterin und dem „dick machenden“ Triglyceriden bewirkt. Wenn Du auf Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein wert legst, sind dies gute Argumente für diese Öle.

Der hohe Anteil an Omega-3-Fettsäuren (bis zu 48%) ist auch ein Grund dafür, weshalb die Öle mit Sauerstoff und Wärme reagieren. Daher eignen Sie sich nur für die „kalte Küche“ und es empfiehlt sich, beide Ölsorten im Kühlschrank aufzubewahren.

Frisch gepresst hat Leinöl einen leicht nussig-heuartigen Geschmack. Es sollte innerhalb von zwei Monaten aufgebraucht werden, da es ansonsten ranzig wird und bitter schmeckt.

Das milderbsig schmeckende Leindotteröl ist dagegen bis zu neun Monaten haltbar.

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