Am Montag beginnt das größte regelmäßigen Event für Cineasten im Saarland. Dann heißt es wieder Film ab zum Max Ophüls Preis (MOP). Bei der 39. Auflage des auf den Nachwuchsfilm spezialisierten Festivals gibt es wieder eine Woche lang Kino satt in Saarbrücken.

Lolas Bistro C&A Saarbrücken
Blau mit Herz

Das Festival wird am Montagabend mit der deutsch-französische-polnische Co-Produktion „Der Hauptmann“ von Robert Schwentke eröffnet. Der Streifen setzt sich mit den Mechanismen im Nazi-Deutschland auseinander, wie sie im Militär auch in den letzten Kriegstagen noch funktionierten. Zudem bekommt Altregisseurin Doris Dörrie den MOP-Ehrenpreis.

Insgesamt laufen in der Festivalwoche 147 Streifen in Saarbrücker Kinos, davon 62 im Wettbewerb. Die Spiel-, Dokumentar, Kurz- und mittellangen Filme konkurrieren um insgesamt 16 Preise, die zusammen mit 113.500 dotiert sind.

Dabei gibt es eine Neuerung: Der Preis für den Schauspielnachwuchs wird nicht mehr an den besten Schauspieler und die besten Schauspielerin vergeben, sondern für die beste Haupt- und die beste Nebenrolle. Für diese jeweils mit 3.000 Euro dotierten Auszeichnungen sind vier Frauen und vier Männer nominiert.

Friedrich Liechtenstein in Saarbrücken
Friedrich Liechtenstein bekannt auch aus der viralen Marketingkampagne Supergeil (edeka).

Programmleiter Oliver Baumgarten spricht von einem „kraftvollen Jahrgang“. Die Streifen im Langfilmwettbewerb zeichneten sich durch ihre Haltung aus. Die Macher erzählten ihre Geschichte mit „großer Konsequenz“ und würden sich nicht „wegducken“.

Unterstützt werden die jungen Filmemacher durch alte Hasen im Geschäft. Neben Ehrenpreisträgerin Doris Dörrie wird Schauspiellegende Mario Adorf als Ehrengast erwartet.

Auf der Gästeliste stehen unter anderem die Namen von der Schauspieler Maria Furtwängler, Barbara Auer, und Samuel Koch. Auch Marcel Ophüls, der Sohn des Namensgebers, hat sich angesagt.

Max Ophüls C&A Saarbrücken
Lolas Bistro im ehemaligen C&A Saarbrücken

Die Nebenreihe „MOP-Visionen“ widmet sich in diesem Jahr Produktionen von „Webserien“, die vor allem fürs Internet produziert werden. Dieses Metier sei für angehende Filmschaffende als „Spielwiese“ eine ideale Möglichkeit ihre Geschichten ohne Längenbegrenzung zu erzählen, sagt Festivalleiterin Svenja Böttger.

Das Festival-Café Lolas Bistro ist wie schon im vergangenen Jahr wieder im ehemaligen C&A-Kaufhaus an der Viktoriastraße untergebracht. Hier können die Nachwuchsfilmer ausgiebig feiern und immer um Mitternacht gibt es regelmäßige Talk-Runden mit den Filmschaffend.

Kameramann Michael Ballhaus beim Max Ophüls Preis (2013)
Michael Ballhaus (2013)

Bei zahlreichen Branchentreffen können die Nachwuchsfilmer Kontakte knüpfen oder sich in Werkstattgespräche unter anderem mit Marcel Ophüls und Mario Adorf inspirieren lassen.

Lolas Bistro Saarbrücken
Ein Blick in Lolas Bistro

Der Max Ophüls Preis gilt als eines der bedeutendsten Filmfestivals für Nachwuchsfilmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. Benannt ist es nach dem in Saarbrücken geborenen Regisseur Max Ophüls (1902-1957).

Alle Infos gibt es auf der Festivalseite: http://www.max-ophuels-preis.de

Wir bedanken uns für den Text beim freien Journalisten Jörg Fischer aus Saarbrücken
Mail: info@jfischmedia.de
Web: www.jfischmedia.de

 

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