Die Mispel – die herbe Unbekannte

Die Frucht der Mispel.

Im Mittelalter war sie in Mittel- und Südeuropa weit verbreitet und jeder kannte sie, heute spielt sie als Obstart kaum noch eine Rolle: die Mispel. Schon Karl der Große erwähnte sie in seiner Landgüterordnung. Auch bei Romeo und Julia wird die Mispel aufgeführt.

Zur Biologie der Mispel

Die MispelDie echte Mispel oder einfach nur Mispel zählt zu den Kernobstgewächsen in der Familie der Rosengewächse. Der meist krumm wachsende Baum kam ursprünglich vermutlich aus Westasien, Bulgarien, Italien und der Ukraine. Er wird nicht höher als 5 m und trägt eine breite Krone, in der die Früchte wachsen. Das sehr harte Stammholz weist eine feine Struktur auf, weswegen es zur Fertigung von Intarsien und zum Drechseln genutzt wird.

Hundsärsche und Dörrlitzen

Wegen der charakteristischen rundlich-abgeflachten Form und den abstehenden Kelchblättern an der Spitze nennt man die Früchte auch „Hundsärsch“, Asperl oder Dörrlitzen. In der Volksmedizin werden die Früchte wegen ihrer harntreibenden und zusammenziehenden Wirkung eingesetzt.

Die Früchte werden im Oktober/November reif und sind erst nach Frosteinwirkung oder längerer Lagerung essbar. Dank ihres typischen säuerlichen-aromatischen Geschmack wird die Mispel gerne zu Marmelade und Gelee verarbeitet. Frische Früchte haben einen hohen Tanningehalt und wirken stark adstringierend (zusammenziehend), erst nach einiger Zeit der Lagerung werden die Mispeln weich und der Fruchtzuckergehalt steigt, erst jetzt werden sie zu echten Köstlichkeiten.

Beispielsweise für Obstwein oder als Zutat des Getränkes „Mispelchen“ auf der Basis von Calvados, bekannt im Frankfurter Raum.

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  • CC BY-SA 3.0
  • File:Mispeln.jpg (Headbild)
  • Erstellt: 5. August 2007